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Auktion 109:

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  Auktion 109
 


 
109-1309

(Goya,F.de.


Schätzpreis: 30.000,00 €  |  Rückpreis: 20.001,00 €

 
Los Caprichos. Madrid, Calcografia Nacional für die Real Academia um 1855). 4°. Folge von 80 Bl. Radierungen, Aquatinta, Kaltnadel u.a. Hellgelber Opbd. mit Selbstportr. a. Vdeckel. (Rckn. unter Verwendung des Orig.-Bezugs erneuert, best., tls. stärker berieb.).  
 
Harris 36-115/III,2 (v. 12). - Die 2. Ausg., gedruckt in der Calcografia Nacional um 1855. Druck auf starkem weißen Velinpapier in dunklem Umbraton. Plattenränder bis auf die ob. u. unt. Kante von P.1 nicht facettiert. Druck in sehr kl. Aufl. "This edition is well printed and the plates still show relatively little wear" (Harris). Die Folge der Caprichos, zu übersetzen etwa mit "Launen, Grillen, Einfällen", seit Vasari meist im Sinne einer Druckfolge, in denen Künstler ihren Gedanken und ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, ist das bekannteste u. zugleich rätselhafteste graphische Werk Goyas. In seinen Caprichos ließ der Künstler die Träume und Albträume frei, die ihn während seiner Krankheit u. der verhängnisvollen Beziehung zur Herzogin von Alba verfolgt hatten. Er stellte sie dar als satirische Verurteilung von Ignoranz, Nutzlosigkeit u. Eitelkeit der Gesellschaft, in der er lebte. - Am 6. Feb. 1799 kündigte eine Anzeige auf dem Titelblatt des 'Diario de Madrid' die Veröffentlichung der Caprichos an: Eine Sammlung von Drucken launiger Bildvorwürfe [...]. Von dieser Aufl. v. 270 Ex. hatte Goya nur 27 Stück verkauft, als er sie nach wenigen Tagen - wohl auf Druck der Inquisition - aus dem Handel zurückzog. Die Platten und die restlichen Drucke verkaufte der Künstler an den König bzw. die Calcografia Nacional. Von den Platten wurde um 1855 eine zweite Aufl. in geringer Stückzahl abgezogen, die heute nur noch sehr selten im Handel zu finden ist und deren augenfälligstes Unterscheidungsmerkmal zur 1868 erschienenen 3. Ausg. der Umschlag mit dem Selbstporträt ist. - Blattgr. 31,4 x 21,9 cm. Plattengr. ca. 21,4 x 14,9 cm. - Komplett ohne Titelbl. Vors. erneuert. Taf. 1 schwach gebräunt, vereinzelt gering fl.
 
(Goya,F.de. | Bild Nr.1(Goya,F.de. | Bild Nr.2(Goya,F.de. | Bild Nr.3(Goya,F.de. | Bild Nr.4

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