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83-6046 Album
mit 28 Aquarellen (4 monochrom, 24 farbig), die meisten mit Landschaften und Veduten aus Sachsen, von P. E. Ferber. Sachsen u. a., um 1804. Blattgr.: 20,2 x 27,1 cm (Darstellungsgr. variierend). Hldr. d. Zt. mit Rsch. und Rvg. (Gelenke gebrochen, stark beschabt und bestoßen) in mod. Lwd.-Kassette.
Sehr reizvolle Folge gekonnt ins Bild gesetzter und mit Staffage komponierter Ansichten, die ersten drei und die letzte italienischen Charakters (alle monochrom, darunter eine Ruinenlandschaft mit Triumphbogen und Beischrift auf einem Steinblock: "Gezeugnet von P. E. Ferber, Naumburg d. 5. Octo 1804"). Die in frischer Farbigkeit gehaltenen Sachsen-Ansichten sind teils signiert und alt (wohl vom Künstler) bezeichnet, darunter das Elbpanorama von Dresden, Lockwitz (Schloß und Kirche), Loschwitz, Meißen, Pillnitz, Plauen, Pirna, zwei Tore des "Großen Gartens" bei Dresden, Schandau, Lilienstein und Königstein in der Sächsischen Schweiz sowie Dins bei Gera und Schloß Schöneburg bei Naumburg (Thüringen). Weiterhin eine Vedute des Schlosses Blauenstein im Kanton Solothurn (Schweiz) und der Tellskapelle am Vierwaldstätter See. - Bei dem Künstler handelt es sich wohl um einen in der Malerei dilettierenden Kramer aus Naumburg, der im Naumburger Bürgerbuch (online abrufbar) unter dem Jahr 1813 mit Namen Peter Eduard Ferber verzeichnet ist. Nagler (IV, 494) schreibt über ihn, er sei ein "Landschaftsmaler zu Berlin" und vermutet, "dass er die Kunst nur zu seinem Vergnügen übte". Thieme-Becker und AKL haben ihn auf Grund mangelnder Fakten zu Biographie und Werk nicht mehr aufgenommen. Unser Album ist wohl das einzige bislang faßbare Zeugnis seines Schaffens, das ihn als begabten Landschaftsmaler im Zeitstil erweist mit miniaturhaften Ansichten des frühen Biedermeier, wie sie auch die Freundschaftsalben dieser Zeit ausschmücken. - Vorderer Spiegel mit Naumburger Besitzvermerk d. Zt.; fliegender Vorsatz fehlt, möglicherweise auch ein Titel. Ränder etw. fleckig, wenig gebräunt. Abbildung siehe Tafelseiten

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Nächste Auktion 144
findet von 8.-10. Juli 2026 statt
NEU:
KIEFER Pforzheim
Tel. +49 (0)7231 / 9232-0
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