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64-347

Reinkingk,T.D.


 
Tractatus synopticus de retractu consanguinatis Nova et accurata methodo per conclusiones, declarationes, ampliationes ... Ed. II. priori correctior. Gießen, Velstein 1662. Kl.4°. Mit gest. Tit. 15 Bl., 420 S., 29 Bl. - Angebunden: Ders. Responsum juris in ardua et gravi quadam causa, concernente processum quendam, contra sagam, nulliter institutum et inde exortam diffamationem ... Gießen, Velstein 1662. 9 Bl., 138 S. Prgt. d. Zt. (Fl., Rckn. tls. abgelöst und mit größerer Fehlstelle am erneuerten Gelenk).  
 
I: Dritte Ausgabe des seltenen Werks. - HRG IV, 840 ff.; Stintzing-L. II, 209; Crowe 467. - Theodor (d. i. Dietrich) Reinkingk (1590 - 1664), seit 1617 Prof. in Gießen. Sein Tractatus synopticus ist eine aus der Praxis entstandene Abhandlung über die Erblosung. Sie ist von größter Seltenheit und wird schon von Stintzing-L. (II, 209) für verschollen gehalten. - II: Dritte Ausgabe der seltenen Schrift mit Bezug auf einen Hexenprozess. - Stintzing-L. II, 210; Graesse, Bibl. Magica 34; Crowe 467. - Das Responsum juris ist ein erstmals 1621 anonym erschienenes Gutachten um die Injurienklage einer vornehmen Familie gegen ein Domkapitel, "welches in einem Urtheile gegen eine Hexe auf Grund von deren Aussagen zwei vornehme Frauen der Theilnahme an Zusammenkünften der Hexen beschuldigt und dies Urtheil nachträglich in einer Apologie öffentlich verteidigt hatte. An der Realität des Hexenwesens zweifelt Reinkingk zwar ebenso wenig wie seine Zeitgenossen. Aber er macht geltend, daß die Aussagen der Beschuldiger über die Zusammenkünfte meistens auf Täuschungen und Lügen beruhen (...), den Angaben der Hexen nicht leichtfertig Glauben geschenkt werden dürfe, und kommt zu dem Resultat, daß im vorliegenden Falle die Klage wohl begründet sei" (Stinzing-L.). - Besitzvermerke von G. Behnes als Stempel auf Vorsatz und Titel, Vorsatz und 1 Bl. mit hinterlegtem Ausriss, durchgängig mit leichtem Wurmgang (stellenweise minimaler Buchstabenverlust), tls. minimal gebräunt und gering randfleckig, 2 Bl. mit wenigen Unterstreichungen in alter Tinte.
 
Reinkingk,T.D. | Bild Nr.1

Reinkingk,T.D. | Bild Nr.1

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findet von 6.-8. Mai 2026 statt



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