137-3533 Hornstain, Gabriel (Hornstein).
Steiermark (?), 1. Hälfte 17. Jahrhundert. Kreuzaufrichtung. Feder in Schwarz, grau laviert, mit schwarzer Feder umrandet, auf Bütten mit angeschnittenem Wasserzeichen: Wappen, unten mittig signiert "G: Hornst". 27 x 19,3 cm. Darstellung oben rundbogig geschlossen und mit eingezogenen Ecken. Zwei Quetschfalten im oberen Bildbereich, mehrere Einrisse im rechten Rand restauriert und unter Verlust der Umfassungslinie beschnitten, Fleck in der Bildmitte. Provenienz: Auktion Karl & Faber, München, 29.11. - 1.12.1962, vgl. Nr. 194; Sammlung Herbert List, München, nicht bei Lugt; A.Pertsch, Mannheim; Auktion A. Winterberg, Heidelberg, 15.4.1972, vgl. Nr. 108; Katalog 31, Joseph Fach, Frankfurt a.M., 1984, vgl. Nr. 3 und 4 Abb. Seite 7; Katalog 55, Joseph Fach, Frankfurt a.M., 1992, vgl. Nr. 3 mit farb. Abb. Literatur: Ausst. Katalog: Zeichnungen aus fünf Jahrhunderten. Eine Stuttgarter Privatsammlung (W. Sumowski). Stuttgart, 1999, vgl. Nr. 98, Abb. 21. Aus einem 12teiligen Passionszyklus mit Datierungen zwischen 1639 und 1641. Wegen des rundbogigen Abschlusses oben ist zu vermuten, daß es sich um eine Vorarbeit für ein Wandbild handelt. Nach Geissler (H. Geissler, Zeichnung in Deutschland, Deutsche Zeichner 1540-1640. Stuttgart, 1979, I Seite 124) sieht bei Hornstein hauptsächlich Kopien nach G. Dreer, der um 1620/30 Hofmaler in Admont in der Steiermark gewesen ist. Die Pfingsszene aus dem Zyklus trägt die eigenhändige Inschrift "G. Dreer inventor", und eine "Verkündigung an Maria" von 1639 in der Sammlung Kurt Meissner, Zürich (W. Sumowski, 1967, Nr. 9 mit Abb.), geht auf eine Vorlage von Dreer in der Albertina zurück (H. Geissler, op. cit., I, S. 123, C 33 mit Abb.). Hornstain ist nur durch wenige Zeichnungen in noch spätmanieristischem Stil bekannt. Geissler hat 17 Blätter von seiner Hand erfaßt. [...]
(Künstlergraphik)
137-3534 Hornstain, Gabriel (Hornstein).
Steiermark (?), 1. Hälfte 17. Jahrhundert Kreuzabnahme. Feder in Schwarz, grau laviert, mit schwarzer Feder umrandet, auf Bütten, rechts am Rand unten signiert "Gabrie...", verso von späterer Hand numeriert "No 497". 26 x 19,1 cm. Darstellung oben rundbogig geschlossen und mit eingezogenen Ecken. Links und rechts knapp über die Umfassungslinie geschnitten, rechte untere Ecke fehlt, kleine Randläsuren sorgfältig restauriert. Provenienz: Auktion Karl & Faber, München, 29.11. - 1.12.1962, vgl. Nr. 194; Sammlung Herbert List, München, nicht bei Lugt; A.Pertsch, Mannheim; Auktion A. Winterberg, Heidelberg, 15.4.1972, vgl. Nr. 108; Katalog 31, Joseph Fach, Frankfurt a.M., 1984, vgl. Nr. 3 und 4 Abb. Seite 7; Katalog 55, Joseph Fach, Frankfurt a.M., 1992, vgl. Nr. 3 mit farb. Abb. Literatur: Ausst. Katalog: Zeichnungen aus fünf Jahrhunderten. Eine Stuttgarter Privatsammlung (W. Sumowski). Stuttgart, 1999, vgl. Nr. 98, Abb. 21. [...]
(Künstlergraphik)
137-3535 Hug, Charles (eig. Karl Adolf Hug)
(1899 St. Gallen - Zürich 1979). Corrida. 22 signierte Orig.-Lithographien zum Thema Stierkampf. 1963. Hlwd.-Mappe. - Nr. 36 von 75 Ex. - Dabei: Schüler,A. Charles Hug. [...]
(Künstlergraphik)
137-3536 Ikone.
Gottesmutter Tichwin 19. Jh. 35 x 27 cm. - Gottesmutter Tichwin the Tichwin Mother of God 19th Ct. [...]
(Künstlergraphik)
137-3537 Heiliger Nikolaus von Myra.
(19.Jh., Russland). Hl. Nikolaus von Myra flankiert von Jesus u. der Muttergottes. Eitempera über Kreidegrund auf Holzplatte. 43 x 33,5 cm. 2 Rückseiten-Sponki. - Unt. li. kl. Druckstelle. Ob. mittig rest. vertikale Holzfuge. - Saint Nicholas. Egg tempera over chalk ground on wood plate. Bottom left with small pressure mark, top middle with restored vertical joint. [...]
(Künstlergraphik, Ikonen)
137-3538 Ilem, Franz Georg Joseph
(1865 Pilsen - Wien 1912). Heiterer, frühlingshafter Auenwald mit Birken. Öl auf Lwd. 74 x 45 cm. Li. unten sign. "F.J.Illem". Auf Plakette bez. Gerahmt. [...]
(Künstlergraphik)
137-3539 Im Gasthaus.
Anonym (wohl 18. Jahrhundert und später), ca. 47 x 66 cm. Zwei vornehme Herren zu Tisch auf dem Lande im Gespräch mit dem Wirt, umgeben von ihrem Gefolge, sowie weitere Personen-Szenen, Öl auf Papier, kaschiert auf Leinwand (mit druckgrafischer Vorlage?), Retuschen, Risse, Blasenbildungen. [...]
(Künstlergraphik)
137-3540 Eckausschnitt einer Deckenkonstruktion.
Bolognesisch, um 1700 Feder in Braun, braun laviert, grün, rot und blau aquarelliert, mit zarter brauner Federlinie umrandet, auf Bütten. 19,4 x 21 cm. Provenienz: Sammlung ON, nicht bei Lugt. Größere und kleinere Braunflecken, Falten geglättet. Die entworfene Scheinarchitektur öffnet sich in der Ecke und im Deckenspiegel zum freien Himmel. Die Unterseite der Balustrade ist mit Genien und floralen Ornamenten geschmückt. Ähnliche illusionistische Deckendekorationen schuf im 17. Jahrhundert der bologneser Architektur- und Perspektivmaler Agostino Mitelli (1609-1660) (vgl. dessen Blätter in der Kunstbibliothek Berlin), in dessen Nachfolge dieser Dekorationsstil in Bologna auch noch in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts gepflegt wurde. [...]
(Künstlergraphik, Italien)
137-3541 Entwurf für eine Altarmensa.
Italien, frühes 18. Jahrhundert Feder in Braun, braun laviert, über Bleistift, auf Bütten. 18 x 34,5 cm. Horizontale und vertikale Knickfalten geglättet, braunfleckig. Der über einer Bleistiftvorzeichnung ausgeführte Entwurf für eine Altarmensa zeigt zwei Alternativvorschläge für die dekorativen Elemente. Sie ist in der Mitte durch ein als großes Kartuschenfeld gestaltetes Sichtfenster (hinter dem die aufbewahrten Gebeine eines Heiligen zu denken sind) akzentuiert und wird seitlich von zwei leicht hervortretenden Stützen begrenzt. [...]
(Künstlergraphik, Italien)
137-3542 Entwurf für eine Altarnische.
Piemont, Mitte 18. Jahrhundert Feder in Grau, grau laviert, gelb und rosa aquarelliert; auf Bütten In der Form wiederholt das längsrechteckige Altarblatt mit halbrundem Abschluß den Aufbau der dafür vorgesehenen Nische. Hohlkehle, Pilaster und Sockel sind zurückhaltend mit Bildnismedaillonsund Kartuschen, Muscheln und Putten, die der Formensprache des Settecento verplichtet sind, geschmückt. Auf dem Gebälk dagegen sind die Arkanthusblätter und das durchbrochene Muschelornament zu wuchtiger Üppigkeit gesteigert. Der fertig ausgearbeitete Entwurf lebt vor allem von dem ausgewogenen Verhältnis von Federzeichnung und sorgsam ausgeführtem Lavis. [...]
(Künstlergraphik, Italien)
137-3543 Italien, 1690 - 1720.
Entwurf für einen Gewölbeabschnitt. Feder in Braun, grau laviert, auf Bütten. Etwas stockfleckig, kleine Fehlstelle in der rechten oberen Ecke. Über einem Fenster setzt ein in mehrere Felder unterteilter Gewölbeabschnitt an. Während die Stichkappe mit einer großen Muschel verziert ist, nimmt das darauffolgende Feld eine Ädikula mit dem Bruststück einer männlichen Figur auf. Sie ist mit einem phantasievollen Giebel bekrönt, auf dem zwei Putten zu Seiten eines Maskarons sitzen und an dessen in Voluten mündenden Enden jeweils ein Rankenbehang befestigt ist. Diese sehr plastisch wirkende Dekoration wird man sich als Illusionsmalerei vorstellen müssen. [...]
(Künstlergraphik, Italien)
137-3544 Italien, 17. Jahrhundert.
Wandaufriß. Italien, 17. Jahrhundert Feder in Braun, blau laviert, rot und grün aquarelliert, auf Bütten. 32,5 x 28,7 cm. Knickfalte rechts unten. Reste alter Leimspuren verso an den Ecken. Das Blatt zeigt den Wandaufriß eines sakralen, überkuppelten Raumes, dessen genaue Bestimmung nicht ersichtlich ist. Zwischen zwei seitlichen Pilastern öffnet sich die Wand zu einer tonnenüberwölbten Nische mit seitlichen Zugängen und im Zentrum einem Prunkportal mit einem dahinterliegenden Gang. [...]
(Künstlergraphik, Italien)
137-3545 Italienischer Künstler
(17./18. Jhdt.), nach. Faun beobachtet schlafende Nymphe. Öl auf Holz. 20,5 x 29,5 cm. Gerahmt. Verso 3 Stempel, darunter 1 Wachsstempel mit heraldischen Zeichen. - Leichtes Craquelée. [...]
(Künstlergraphik, Italien)
137-3546 Italien, Mitte 18. Jahrhundert.
Blick in das Langhaus einer Kirche. Feder in Schwarz und Braun, teilweise über Bleistiftvorzeichnung; auf Bütten, mit Wz: Kreis mit 3 Blumen, PI und Krone (bzw. Zackenband), darüber Blume, darunter F. 19,7 x 33,3 cm. Provenienz: Sammlung Anton Schmid, Wien. Insgesamt etwas fleckig, Quetschfalten, Einriß hinterlegt. Der Zeichner stand im linken Arm des Querschiffs und blickte diagonal in das Hauptschiff. Dabei scheinen ihn besonders der Blick durch die Arkaden der Seitenschiffe in die anschließenden Kapellen und die sich daraus ergebenden Überschneidungen interessiert zu haben. Die zahlreichen im Raum verteilten Figuren sollen die kolossalen Dimensionen der Architektur veranschaulichen. In ähnlicher Weise hat Giovanni Paolo Pannini (1691-1765) Innenansichten des Petersdomes gestaltet. Der leichte und immer wieder neu ansetzende Duktus deutet auf eine Entstehungszeit in der Mitte des 18. Jahrhunderts. [...]
(Künstlergraphik, Italien)
137-3547 Italien, nach 1749 - 1753
Feder in Schwarz, grau laviert, gelb, hellrot und violett aquarelliert. Bleistiftkorrekturen; auf Bütten mit Wz.: "FIN DE M. PASSION EN FOREST/1749", bezeichnet oben: "progetto p la Chiesa di S. Gio.ni Decolato di Sommariva" Durchgehend etwas faltig. Lit: Andrea Leone, Sommariva del Bosco nella storia, hrsg. von Piero Camilla (Società Audi Storico di Cuneo) Savigliano 1982, S. 107 ff. 1602 wurde in Sommariva del Bosco eine Bruderschaft "Compagnia della Misericordia" gegründet, die sich als Hauptaufgabe vorgenommen hatte, jährlich einen zum Tode Verurteilten zu befreien bzw. dessen Angehörige zu unterstützen. Die 1632 errichtete Kirche wurde 1753 von einem nicht näher bekannten Architekten umgebaut und bei dieser Gelegenheit "S. Giovanni Battista Decollato", also dem enthaupteten Johannes d. Täufer, dem Patron der Bruderschaft, geweiht. 1789 wurde die Kirche bereits restauriert und in den Zustand versetzt, in dem sie sich noch heute befindet. Der Grundriß gibt den Umbau der älteren Saalkirche in eine Kirche im Stil des Settecento mit seitlichen Kapellennischen wider. Die Chorapsis sollte vom Längsschiff durch eine leicht geschwungene Balustrade getrennt werden. Außerdem sind die an den Chor angrenzende Sakristei sowie weitere Nebenräume angegeben. Rechterhand der Fassade erhebt sich der Campanile auf quadratischem Grundriß (siehe folgende Katalognummer). Die Aquarellierung in unterschiedlichen Farben gibt den Umfang der Umbaumaßnahme an. Hellrot bezeichnet den Altbestand des Mauerwerks, Gelb die Teile, die abgetragen werden sollten, und Dunkelrot die Neubauten. Mit Bleistift wurden weitere Veränderungen eingetragen. [...]
(Künstlergraphik, Italien)
137-3548 Italien, um 1780/90.
Entwurf für einen Wandspiegel mit Konsole. Feder in Schwarz, Braun und Grau laviert, auf Bütten. 41,2 x 18 cm. Zwei Fehlstellen oben links hinterlegt, Papier leicht vergilbt. Das perspektivisch nicht ganz sicher angelegte Blatt zeigt eine auch noch für das späte 18. Jahrhundert typische Verbindung eines reich dekorierten Wandspiegels mit einem davor aufgestellten Konsoltisch im Stil des italienischen Neoklassizismus. Sowohl für die Beine als auch für die geschnitzten Kandelaberdekorationen und den oberen Abschluß des Spiegels sind Alternativvorschläge angegeben. Von älterer Hand wurde die Zeichnung auf dem Passepartout mit dem Palazzo Borghese in Verbindung gebracht. Unmittelbar vergleichbare Möbel konnten zwar nicht nachgewiesen werden, jedoch sind Möbel von Antonio Landucci für den Palazzo durchaus vergleichbar mit dem vorliegenden Entwurf. [...]
(Künstlergraphik, Italien)
137-3549 Sommariva del Bosco.
Aufriß des Campanile der Kirche San Giovanni Decollato in Sommariva del Bosco Italien, nach 1749 - 1753 Feder in Grau, laviert, teilweise über Bleistift, mit zweifacher Federlinie eingefaßt, auf Bütten, bezeichnet oben: "Campanile per la Confraternita di S. Giovanni decollato nel luogo di Somariva del Bosco". Horizontale Mittelfalte. Bezeichnet oben: "Campanile per la Confraternita di S. Gioanni decollato nel luogo di Somariva del Bosco" Der rechts neben der Fassade stehende Campanile ist durch horizontale Gesimse in fünf Abschnitte untergliedert. Über einem schmucklosen Sockel erhebt sich das höchste Geschoß mit drei Fensteröffnungen. Das darüberliegende Mezzanin mit einer vorgeblendeten Uhr trägt das Glockengeschoß, das durch Säulen besonders akzentuiert ist. Darüber erhebt sich über einem polygonalem Sockel der barocke Turmhelm. Auch wenn im Gegensatz zum Grundriß Angaben zum Umbau fehlen, kann man aufgrund der Stilformen und im Zusammenhang mit den Umbaumaßnahmen im Inneren der Kirche von einem weitgehenden Neubau unter Verwendung vorhandener Mauern ausgehen. Lit.: Andrea Leone, Sommariva del Bosco nella storia, hrsg. von Piero Camilla (Società Audi Storico di Cuneo) Savigliano 1982, S. 107 ff. [...]
(Künstlergraphik, Italien)
137-3550 Venezianisch.
Entwurf für ein Treppenhaus in einem venezianischen Palast. Venezianisch, vor 1760. Feder in Braun, grau laviert, mit zarter brauner Federlinie eingefaßt, auf Bütten, auf ein Untersatzblatt montiert, das mit einer schwarzen Federlinie umrandet ist, bezeichnet: "Scala di piedi Veneti" und "5.", sowie auf dem Untersatzblatt rechts oben "62". 24,8 x 39,2 cm. Der sorgfältige Entwurf für ein wahrscheinlich mehrläufiges, gegenläufig angelegtes Treppenhaus in einem venezianischen Palast besteht aus zwei Teilen. Linkerhand betritt man durch eine Wandöffnung den Treppenabsatz, um den nächsten, im Gegensinn nach oben führenden Treppenlauf zu erreichen. Das Treppenhaus sollte mit Pilastern ionischer Ordnung und einem antikisierenden Gesims ausgestattet sein. Entsprechend der Vorliebe des venezianischen Adels sich als Nachfolger der römischen Republik zu sehen, sollte in der Mitte über der Wandöffnung eine römische Büste und in der rechterhand gezeigten Nische die Skulptur des Mutius Scaevola, der Standhaftigkeit und Vaterlandsliebe repräsentiert, zu sehen sein. Wie die beiden Wandabschnitte miteinander in Verbindung stehen, geht aus der Zeichnung nicht hervor [...]
(Künstlergraphik, Italien)
137-3551 Recueil
de 283 estampes gravees a l'eau forte ... d'apres les desseins des grands maitres, que possedoit autrefois M.Jabach, et qui depuis ont pase au cabinet du Roy. Paris, Joullain 1754. Gr.Qu.Fol. Gest. Titel, 283 Radierungen auf 256 Taf. Mod. Hldr. [...]
(Künstlergraphik, Jabach)
137-3552 Jacob, Karl Wilhelm
(1887 Berlin - Pforzheim 1978). Föhren in der Landschaft. Öl auf Hartfaser. 50 x 60 cm. Unt. li. sign. Verso auf altem hs. Etikett betitelt. Gerahmt. [...]
(Künstlergraphik)