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  Auktion 83
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83-951

Strauss,J.


 
Eyn Sermo Jn d' deutlich angezeigt vn geleret ist die pfaffen Ee/yn Euangelischer leer nitt zu d' freiheyt des fleischs, vnd zu bekrefftygen den allten Adam, wie ettlich fleischlich Pfaffen das Elich wesen mit aller pomp, hoff art vnd ander teuffels werck anheben, gefundiert...(Erfurt, ynn der Permenter gasszen, zum Ferbe fasz (Johannes Loersfeld) 1523). Kl.4°. Mit Titeleinfassung in Holzschnitt. 8 nn. Bl. Mod. Kart.  
 
VD 16, S 9500; Köhler, Flugschriften 4324; Barge 6a (weist den Druck Ludwig Trutebul zu); Panzer, Annalen II, 206,1985; zur Titeleinfassung siehe v. Dommer 135 (Trutebul) und Luther 71 (Loersfeld). Erste Ausgabe der am Sonntag vor Christi Himmelfahrt 1523 in Eisenach gehaltenen Predigt über den Zölibat. - In mehreren Ausgaben nachgedruckt, ist sie die einzige Schrift des Reformators, von der auch eine lateinische Übersetzung erschien. Anlaß war wohl seine eigene Eheschließung; 1524 wurde sein erstes Kind geboren. Nach seiner erzwungenen Abreise aus Tirol fand der um 1480 in Basel geborene Jakob Strauss Anfang 1523 einen neuen Wirkungskreis als Prediger an der Georgskirche in Eisenach, zahlreiche seiner Predigten erschienen nun als Druckschriften. Sein Kampf gegen das alte Kirchenwesen gipfelte im "Wucherstreit", der auch zu einer Entfremdung zu Luther führte. Seinen Aufruf, die Zahlungen zu verweigern, sahen seine Gegner als Aufwiegelung an und verglichen ihn mit Thomas Müntzer. Nach der Niederschlagung der aufständischen Bauern wurde er zu einem Verhör nach Weimar bestellt. Obwohl ihm danach die weitere Tätigkeit in Eisenach gestattet wurde, war das Verhältnis so schwer belastet, daß Strauss im Herbst 1525 die Stadt verließ. Er hielt sich kurz in Nürnberg und Schwäbisch Hall auf und kam Ende 1525 oder Anfang 1526 nach Baden-Baden, wo er die Stelle des Stiftspredigers bei Markgraf Philipp aufnahm (vgl. BBLK XI, Sp. 34 ff.). - Der Drucker Johann Loersfeld war zunächst in Paris und danach wohl bei Lorenz Stuchs/Ludwig Trutebul in Halberstadt als Geselle tätig, da er Stuchs Typenmaterial übernahm. Er begann 1523, also im Erscheinungsjahr des vorliegenden Druckes, seine Tätigkeit im "Haus zum Färberfaß" in der Pergamentergasse in Erfurt (vgl. J. Luther, Zur Trutebulfrage . In: ZfB XXX, 1913, S. 504 f.). - Etwas kurzrandig, unbedeutend gebräunt.
 
Strauss,J. | Bild Nr.1

Strauss,J. | Bild Nr.1

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Kapitel:
Alte Drucke, Handschriften und Theologie
 
Sachgebiete:
keine