(Bernardus Parmensis.
Casus longi super quinque libros decretalium). Lateinische Handschrift auf Pergament, 14. Jhdt. Fol. 133 beidseit. beschrieb. Bl. (das letzte Buch am Schluß unkomplett) u. 2 Bl. "Tituli librorum decretalium" von späterer Hand, insges. 135 Bl. Übliche Rubrizierung, rote und blaue Initialen mit Fleuronnée, Bl. 1r größere rot-blaue Initiale mit Fleuronnée. Textualis der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts, 2 Spalten zu 53 bis 55 Zeilen, Schriftspiegel 24 x 17 cm., Blgr. ca. 32,5 x 22,5 cm. Schweinsldr. d. Zt. auf Holzdeckeln mit Blindpräg., Metall-Deckelschildchen, 1 zentraler Buckel u. 1 (von 2) übergreifende Ldr.-Schließe. (Gebrauchs u. Alterssp., etw. beschäd., 4 Buckel des hint. Deckels fehlen).
Der berühmte Kanonist Bernardus Parmensis (eig. B. de Botono) aus Parma lehrte in Bologna. Seine "Casus longi" setzen sich mit in den einzelnen Dekretalen enthaltenen Rechtsfällen auseinander und wurden später auch vielfach gedruckt. (568)
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