Seybold,F.
Erzählungen und Novellen. - Angebunden: O.L.B. Wolff, Das Historienbuch des Jongleurs. Altfranzösische Novellen. Stuttgart, Hallberger 1834. 3 Bl.,197 S., 1 Bl.; 3 Bl., 274 S. Halblederband der Zeit, mit farbigem, vergoldeten Rückenschild und Rückenvergoldung, farbigen Vorsätzen und Lesebändchen.
(= Maja. Bibliothek neuer Originalnovellen. 3.-4. Bd.). - 1. Erste, sehr seltene Ausgabe. Über den äußerst kritischen, im Elsaß geborenen Journalisten und Asperg-Häftling Friedrich Seybold (1738-1843), der in Württemberg zahlreiche, zumeist alsbald verbotene Zeitschriften redigierte und zuletzt die Redaktion des "Beobachters" innehatte, vgl. Krauß II, 173 und 272-73. Auch in seinen belletristischen Arbeiten "verleugnet Seybold den freisinnigten Publizisten nicht". So scheint es sich gleich bei dem zu Beginn der ersten der hier abgedruckten Novellen - "Das Testament" - erwähnten "Doktor Süßmilch" um eine Satire auf den gemäßigt liberalen Volkskalender-Herausgeber Eduard Süskind zu handeln. - 2. Der angebundene Titel von Oskar Ludwig Bernhard Wolff (1799-1851), den Goethe als Gymnasialprofessor nach Weimar holte, ist ebenfalls außerordentlich selten. - Alter Besitzvermerk auf fliegendem Vorsatz, innen papierbedingt gebräunt, aber breitrandig. Druckfehler von alter Hand mit einem weichen Bleistift klein verbessert. - Etw. gebräunt u. stockfl.
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