Welper,E.
Gnonomica oder gründlicher Unterricht und Beschreibung, wie man allerhand Sonnen-Uhren auf ebenen Orten künstlich aufreissen und leichtlich verfertigen soll. Zum andermal aufgeleget. 2 Tle. in 1 Bd. Nürnberg, Fürst Witwe u. Erb. 1672. Kl.4°. Mit gest. Front. u. 29 (13 gefalt.) Kupfertafeln. 5 Bl., 88; 74 S., 1 Bl. Prgt. d. Zt. (Etw. gebr., tls. fleckig, berieben u. bestoßen).
Poggendorff II, 1293. LeMinor 37. VD 17, 39:119761M, 39:119763B. Vgl. Zinner, Astron. Instr. 395 (5023). Vgl. Bibl. Dt. Mus., Libri rari 300 (3. Ausg. 1708). - Sehr seltene 2. Ausgabe, erstmals um Tl. 2 vermehrt, des bekannten Sonnenuhren-Werkes, meist nur bekannt in der Ausgabe v. 1708: "Neu-vermehrte Welperische Gnonomica". - Der deutsche Mathematiker und Astronom Eberhard Welper (gest. nach 1668 Straßburg) studierte bei Michael Mästlin in Tübingen, unterrichtete als Magister Mathematik am Straßburger Gymnasium und führte seit 1630 den Titel "Professor matheseos". Er war Besitzer einer Druckerei, die von seinen Erben weitergeführt wurde. "Welper stand mit namhaften Professoren und Gelehrten des Sturmschen Gymnasiums in Verbindung, korrespondierte mit renommierten deutschen Astronomen und wurde in Straßburg vor allem durch seine jährlichen Kalender bekannt. - Ein dritter Teil erschien erst 1681. Ohne d. wdh. Kupfertaf. die laut Anweisungen des Buchbinders lose beigelegt werden sollte. Durchgeh. gebr., tls. stockfleckig. Anfang des ersten Teils wasserrandig. Die Falttaf. mit einigen Knickfalten in den Rändern. Hs. Eintr. a. Vors.
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