57-7353
Kircher,A.
Bild Nr.: 57-7353 Kircher,A.: (Verschiedene Gebiete - Varia)

Ars magna sciendi, in XII libros digesta, qua nova & universali methodo per artificiosum combinationum contextum de omni re proposita plurimis ... comparari potest. 2 in 1 Bd. Amsterdam, Janssonius-Waesberge u. E.Weyerstraet Wwe. 1669. Fol. Mit 2 gest. Frontisp., 1 gest. Portr., 3 (2 kl., dav. 1 gefalt.) Kupfertafeln, 22 Textkupfern, einigen Textholzschnitten u. 5 gefalt. Tab. 7 Bl., 245 S., S. (249)-482, 5 Bl. Blindgeprägt. Schweinsldr. d. Zt. auf Holzdeckeln mit 1 (von 2) Messingschließe. (Eine 2., abweichende Messingschließe liegt lose bei, Deckel u. Rücken mit zahlr. Wurmlöchern).

Erste Ausgabe. - De Bakker/S. IV, 1066. Graesse IV, 21. Caillet 5771. Ferguson 1, 467. Dünnhaupt 23: "Kompendium der Lernmethodik u. Mnemotechnik". - Auf der "Ars magna" des katalan. Mystikers Raimundus Lullus basierendes Werk mit dem Ziel, in einer neuen "Ars combinatoria" alle Wissenszweige unter einem Universalgesetz zu vereinen. K's Streben, die Universalität von Forschung und Erkenntnis durch methodische Systematisierung zu bewältigen, ist typisch für das Barockdenken ... Die in der quantitativen Naturforschung sichtbare Einheitlichkeit der Schöpfungsstruktur erfordert eine Einheitlichkeit der Wissenschaftsstruktur, die in der "Mathesis universales" gesehen wird: Alle Wissenschaften sind auf ein Universalprinzip reduzierbar, Analogiebildungen und Kombinatorik erlauben alles weitere zu erschließen. K. glaubte im "Magnetismus" dieses Fundamentalprinzip der Schöpfung erkannt zu haben... (NDB XI, 643). - Stellenw. gebräunt u. stockfl., das Porträt (Kaiser Leopold I.) tls. etw. knapp beschnitten. Anfang u. Schluß mit einigen Wurmspuren vorwieg. auf d. Innendeckeln u. im Bug, am Schluß ab S. 463 im Vorderschnitt tintenfleckig, tls. auch in den Rand (S. 463 stärker). ergänzt.


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