57-6159
Jahn,F.L. u. E.Eiselen.
Bild Nr.: 57-6159 Jahn,F.L. u. E.Eiselen.: (Sport, Turnen)

Die Deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze. Bln., Selbstvlg. 1816. Mit 2 mehrf. gefalt. Kupfertaf. LXIV, 288 S. Läd. Pbd. d. Zt. mit Rsch. (Stärker beschabt, tls. mit Bezugsfehlstellen u. best.)

Goed. XIV, 635, 1038. Slg. Borst 1245. - Erste Ausgabe dieser ersten praktischen Anleitung zur Leibesertüchtigung; aus der Feder des "Erfinders" der deutschen Turnerbewegung. Der Anfang aller Bemühungen um die Erhaltung der Volksgesundheit: "Würden alle Sommer Schwimmlehrer... durchs Land vertheilt, so würden die Unglückslisten nichts von Ertrunkenen melden, auch würden nicht so viele Menschen in der Blüthe der Jahre an scheuslichen Krankheiten durch Nichtbaden sterben" (Vorwort). Der fanatische Sprachpurist Jahn hatte 1811 für das Wort "Gymnastik" "Turnen" ins Neudeutsche eingeführt; er glaubte damit ein urdeutsches Wort gefunden zu haben, das schon bei Notker (im Sinne von "wenden") und noch bei Moscherosch (Turner = junger Krieger) Verwendung fand. Beide Begriffe sind jedoch griechischen Ursprungs und über Latein und Altfranzösisch in die deutsche Sprache gelangt. - Etw. gebr., gering stockfl., Falttaf. mit kl. Einr., Besitzverm. u. Namensst. a.V.


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