(Arvisenet,C.).
Memoriale vitae sacerdotalis a sacerdote gallicano Dioecesis Lingonensis exule. 2. edit. aucta & emendata. Konstanz 1795. VII, 369 S., 1 Bl. Ldr. d. Zt. mit Rverg. (Tls. leicht berieb.).
Schönes Beispiel für das Eigenleben der französischen Emigranten in Konstanz. Der Verfasser gehörte zu der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung fast 2000 Köpfe zählenden Gruppe von Revolutionsflüchtlingen (sie stieg noch auf ca. 5000 Personen an), darunter ein großer Anteil Kleriker (u.a. 15 Bischöfe). Der aus Langres stammende Autor äußert sich in direkter Ansprache an seine Leidensgenossen in der 7-seitigen Einleitung ausführlich zur Situation der aller Güter und der Heimat beraubten Mitbrüder, und fordert sie auf, im Glauben stark zu bleiben. Die Drucklegung erfolgte wohl in der bei Moser (Die französ. Emigrantenkolonien in Konstanz, S. 69 ff.) erwähnten Druckerei zweier französ. Geistlicher; der vorliegende Druck ist Moser allerdings unbekannt. - Meist leicht gebräunt, St.a.T.
Es liegen keine Abbildungen zum Artikel vor.
Kapitel:
12 - Geographie - Reisen - Geschichte
Sachgebiete:
Deutschland
Konstanz