53-214
(Hutten,U.v. u. Crotus Rubeanus).
Bild Nr.: 53-214 (Hutten,U.v. u. Crotus Rubeanus).: (Alte Drucke, Handschriften und Theologie)

Duo Volumina Epistolarum Obscurorum Virorum, ad D.M. Ortuinum Gratiu, Attico lepore referta, denuo excusa & a mendis repurgata. Quibus ob stili & argumenti similitudinem adiecimus in calce dialogum mir e festiuum, eruditis falibus referum. 2 Tle. in 1 Bd. (Ffm., D.Zöpfel) 1557. 12°. Mit Holzschn.-Titelbordüre. 112, 140 (das letzte w.) nn. Bl. Spät. Ldr.

VD 16, E 1727. Bömer 10. Benzing, Hutten 248. Ebert 6835: "Auch in dieser Ausg. stehen die Bücher in verkehrter Ordnung". - Die anonym erschienenen Briefe der Dunkelmänner stellen ein Werk der Weltliteratur dar. Ihr erster Teil stammt hauptsächlich von Crotus Rubeanus, ihr zweiter Teil von Ulrich von Hutten. Die Briefe sind aus verschiedenen Städten fast alle an Ortvinus Gratius gerichtet, einen Dominikaner und Professor der schönen Künste und Theologie in Köln. Sie sind das literarische Ergebnis des Pfefferkorn-Reuchlinischen Streites, eine Satire auf die Kölner Theologen. "Crotus Rubeanus zeichnet die Spätscholastiker und Pfaffen als spitzfindig, halbgebildet, selbstgefällig, gehässig und lächerlich und zeigt sie als Feinde humanistischer Werte, wie Geistesfreiheit, Bildung, Weltoffenheit, Toleranz, Individualismus und antikes Menschenbild ... (Huttens Anteil) ist nicht aus einem einzigen künstlerischen Guß wie das Werk des Crotus, aber es birgt eine Fülle autobiographisch und kulturgeschichtlich wertvoller Einzelheiten: eine Heerschau des deutschen Humanismus" (Laub, U. von Hutten, Ausstellungskat. 1988, S. 423 f.). - Leicht gebr., tls. ger. fleckig, erste Bl. mit kl. unterlegten Eckläs., tls. kl. Wurmgänge im Bug, einige alte Unterstr. in Tinte, N.a.T.


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