146-4489
Rembrandt, Harmensz van Rijn
Bild Nr.1: 146-4489 Rembrandt, Harmensz van Rijn: (Künstlergraphik)

(1606 Leiden - 1669 Amsterdam). Christus heilt die Kranken. Genannt: Das Hundertguldenblatt. Radierung, Kupferstich und Kaltnadel auf Bütten, um 1648. 28,2 x 39,5 cm. Bis an die, bzw., tls. in die Darstellung beschnitten.

Bartsch 74; White/Boon 74; Hinterding/Rutgers (The New Hollstein) 239 II (von IV, II D). Rembrandts berühmtester Druck - wegen des hohen Preises, den er bereits in den 1650er Jahren erzielte, als "Hundert-Gulden-Druck" bezeichnet - ist zugleich eines seiner ambitioniertesten Werke. Der Künstler hat möglicherweise über mehrere Jahre hinweg (vielleicht sogar ein ganzes Jahrzehnt) schrittweise daran gearbeitet, was zu einer Vielzahl einzigartiger Abzüge führte, die durch Experimente mit Farbgebung und Papiersorten entstanden sind. Es sind zwei Zustände des Drucks bekannt. Das Werk ist eine Meisterleistung der Druckgrafik: Der Künstler nutzte verschiedene Techniken, um Ton und Bedeutung zu variieren; so setzte er für die lebhaften Kinder und aufmerksamen Jünger auf der linken Seite leichte Linien ein, während die durch die Kaltnadelradierung erzeugten satten Schatten den kranken und gealterten Figuren auf der rechten Seite Würde verleihen. In der Mitte steht Christus, beleuchtet in einer dunklen Nische, die Arme ausgebreitet, als wolle er die Menge der Zuschauer willkommen heißen, zu denen er predigt; zu seiner Rechten blicken seine Jünger zu, während sich zu seiner Linken zahlreiche Kranke versammelt haben, die um Segen bitten. Bei dem vorliegenden Werk handelt es sich um einen sehr guten, wohl Lebzeiten-Abzug dieses bedeutenden Drucks, zweiter Zustand (von vier), vor der Überarbeitung durch Captain Baillie. Hervorragender Abdruck, feinzeichnend und kontrastreich, stellenweise mit le. Grat. Abdruck vor den Überarbeitungen Baillies. - Einige Reparaturen, Retuschen u. Alters- u. Gebrauchssp.


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