142-2665
Bamberger, Ludwig,
Bild Nr.1: 142-2665 Bamberger, Ludwig,: (Autographen)

liberaler Politiker u. Nationalkonom (1823-1899). Brief mit eh. Nachsatz u. Unterschrift. Baden-Baden, 4. Okt. 1868. 8. 4 S., auf gefalt. Dplbl.

Ausfhrlicher Brief von der Hand seiner Frau an Friedrich Kapp (Publizist u. Politiker, 1824-1884, wanderte 1849 nach der badischen Revolution nach Nordamerika aus, lebte 1850-1870 als Anwalt in New York). - Entschuldigt sich fr die verschobene Rezension von Kapps "Geschichte der deutschen Einwanderung in Amerika", da er die deutsche Ausgabe seines Bismarck-Buches ("Monsieur de Bismarck") vorbereiten mute. Schreibt vom "Preproze mit dem mir die Darmstdter Regierung noch immer ber dem Haupt schwebt"; er werde aber "meinem Freunde Dalwigk" (hessischer Minister, Gegner Preuens, 1802-1880) "wenigstens meine Haut theuer verkaufen". "Zwei Dinge beherrschen jetzt das Terrain, die franzsische Kriegsconjunktur, die aus der geringsten neuen Machtausdehnung Preuens den Casus belli machen wrde & im Innern das immer weiter & bedenklicher werdende Ausbreiten der von der gewissenlosen radikalen Hetzparthei gestachelten & verfhrten sozialistischen & kommunistischen Arbeiterbewegung... Es ist eine unerhrte Monstrositt, da im norddeutschen Reichstag jetzt nur solche Kerle wie Schweitzer, Liebknecht, Bebel & Consorten sitzen, lauter kleine & abgeschmackte Lassales". "Mit Spanien freut man sich bei uns doppelt, weil es L(ouis) Napol(eon) wieder einen hbschen Sto gibt. Mit dem gehts doch bergab". - In Spanien war im September Knigin Isabella gestrzt worden. - Falzspuren.


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