Duranti, Guillelmus.
Rationale divinorum officiorum. Ed. Johannes Aloisius Tuscanus u. Gabriel Brunus. Venedig, Guglielmus de Cereto 20.XI.1487. 4. 195 nn. Bl. (statt 198, ohne G2 sowie 2 w.Bl. am Schluss G7 u. G8). Kalbsldr. d. 18. Jhdts. mit Rverg. (Best. u. berieb., Rckn. etw. wurmspurig).
Goff D432. H 6493*. Pell 4510. IBE 2234. IGI 3638. Voull(B) 4217,5. Walsh 2195A. BSB-Ink D-350. GW 9133. - Diese Abhandlung war eine wichtige Informationsquelle ber die Liturgie der lateinischen Kirche, was durch ihre anhaltende Beliebtheit bis in die Renaissance hinein belegt wird; sie ist auch fr die Berechnung des Kalenders von Bedeutung, die im letzten Kapitel VIII dieses Werks enthalten ist. Neben dem rmischen Kalender und dem Sonnenzyklus wurden auch der Mondkalender und der Mondzyklus verwendet. Beide bildeten die strukturelle Grundlage fr den Lunisolarkalender und den darauf basierenden Paschalkomputus und die Chronologiekunst (ars computandi), mit denen die Daten der beweglichen Feiertage, allen voran Ostern, bestimmt wurden. Die zahlreichen neu entstehenden Werke zur Computistik ergnzten die alte Ars computandi um zustzliche Inhalte, die darauf abzielten, die lunisolaren Berechnungen zu verbessern. Um das Bewusstsein fr die Ntzlichkeit des darin vermittelten Wissens zu schrfen, wurden sie zudem in den Rahmen umfangreicherer Abhandlungen zum Thema der kirchlichen Liturgie eingebettet. Einer der Gelehrten, der sich fr diese besondere Methode der Zusammenstellung und Darstellung von rechnerischem Wissen entschied, war genau Guillaume Durand. - Stellenweise fleckig u. etw. gebrunt, Innengel. angeplatzt, Vors. leimschattig, tls. etw. wasserrandig bzw. wurmspurig.
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