Ribelin von Straßburg, Hugo
Compendium Theologicae veritatis (CTV). Handschrift ca. 1420. Folio. Handschrift: 117 Blatt (letztes nur angefangen), 4 Bl. frei. Register am Anfang 3 Seiten textbergreifend. - summarisch geordnet. Markierungen im Text., durchgehend guter Zustand. Laut Verfasserlexikon (Die deutsche Literatur des Mittelalters) handelt es ich bei Hugo Ribelin von Straburg um einen der ltesten Generation der Dominikaner zugehrigen Verf. theologischer Schriften. Sein hier vorliegendes Hauptwerk CTV wurde oft Albertus Magnus zugeschrieben, da das Werk anonym erschienen ist... Eventuelle Einflsse des Albertus Magnus auf das von H. verfate CTV wurden durch die hhere Wahrscheinlichkeit des Einflusses der Encyklopdie "De proprietatibus rerum", die aus der Feder des Franziskaners Bartholomus Anglicus stammte, abgelst. "Begnstigt wurde die starke Verbreitung des anonym verfaten CTV zweifellos dadurch, da es vielfach als das "Compendium... des Thomas von Aquin galt. ber 140 Hss. des dt. Verbreitungsraumes halten Thomas fr den Verf. Nur 51 Hss. schreiben es H. zu., an weiteren Albertus Magnus, Thomas von Straburg. Vorgebunden: Nikolaus de Byard, (relativ unbekannter Verf.) Summa de abstinentia - Lexikon der Ethik. Handschrift ca. 1390. Folio. 5 Bl. 7 Bl. frei, 126 Bl. (252 Seiten) Text, teilw. Annotationen sowie rote Textinitialen und Markierungen im Text. Register am Anfang. mit 10 Seiten - alphabetisch geordhiete Grundbegriffe der Ethik. Im folgenden - 7 leere Bgen mit deutlicher Abzeichnung des Wasserzeichens. Bogenpaginierung - Teilweise Wasserschden (ohne Textverlust). Inhalt: Spezielles Lexikon d. Ethik, umfassend dargestellt. Moralische Grundbegriffe werden erklrt u. als Lehruntersttzung fr Schler von Klstern und Schulen zuggnglich gemacht. - Die Texte von zwei unterschiedlichen Schreibern.
Wasserzeichen "Ochsenkopf. berhht von Stange mit Stier. Zwischen Steg. Der Ochsenkopf als pars pro toto fr Ochse (Stier), ist als Evangelistensymbol aufzufassen: Der Stier ist das Attribut und das Symbol des Evangelisten Lukas. Gerhard Piccard dagegen fhrt das Wasserzeichen Ochsenkopf auf den Ochsenkopf bzw. den Ochsen zurck, der als Schauzeichen fr beste Qualitt benutzt wurde. - bei Papiermachern, Tuchmachern sowie in der schwbischen und Baseler Baumwollindustrie. Ochsenkopf-Wasserzeichen sind zu Beginn des 14. Jhdts. entstanden; sie waren in vielen Varianten, z.T. mit unterscheidenden, auf die Papiermhle oder den Mhlenort hinweisenden Beizeichen verbreitet; nach 1540 erlischt der Gebrauch." (Wisso Wei, Historische Wasserzeichen). Aus der Bibliothek von Karl-Jrgen Miesen (Exlibris).
Kapitel:
1 - Alte Drucke, Handschriften und Theologie
Sachgebiet:
Handschriften
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