116-1453
Fries,J.F.
Bild Nr.: 116-1453 Fries,J.F.: (Verschiedene Gebiete - Varia, Mathematik)

Die mathematische Naturphilosophie nach philosophischer Methode bearbeitet. Heidelberg, Winter 1822. Pbd. d. Zt. mit hs. Rtitel. (Leicht fl., tls. berieb. u. best.).

Goed. V, 11, 26, 13. Poggendorff I, 804. Erste Ausgabe. - "Fries arbeitete auf der Grundlage seiner anthropologischen Vernunftkritik eine mathematische Naturphilosophie aus, die als Alternative zur spekulativen Naturphilosophie Schellings und Hegels verstanden werden muß. Fries' Naturphilosophie steht nicht nur in einer größeren Nähe zu den Ergebnissen der zeitgenössischen Naturwissenschaft, sondern zeichnet sich auch durch eine Methodenreflexion aus, die schon bei Kant vorliegende Fehler vermeidet. Sie wird damit für heutige wissenschaftstheoretische Fragen relevant" (Verlagsanzeige zu: Bonsiepen, Die Begründung einer Naturphilosophie bei Kant, Schelling, Fries und Hegel). - J. F. Fries (1773-1843), 1805 Prof. der Philosophie in Heidelberg, 1816 Ordinarius in Jena. Wegen seiner Teilnahme am Wartburgfest 1817 wurde F. seiner Professur enthoben. 1824 wurde ihm in Jena durch den Einfluss Karl Augusts ein Ordinariat für Physik und Mathematik übertragen. - ╔Vorsatz mit ganzseit. eigenh. Widmung des Verlegers Winter╗ an den Staatswissenschaftler und liberalen Politiker Karl von Rotteck (1775-1840), "Seinem Hochverehrten Freunde dem würdigen Kämpfer für freye Gedanken-Mittheilung und Studier-Freyheit" u. Exlibris.


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